Die Herkunft der Wagyu Rinder

Der japanische Begriff Wagyu bedeutet übersetzt “japanisches Rind”, womit mehrere Rinderassen japanischen Ursprungs gemeint sind. In Deutschland ist das Wagyurind vor allem unter dem Namen Kobe bekannt. Was aber genau genommen nicht die Rinderart beschreibt, sondern die geschütze örtliche Herkunft ähnlich zum Champagner oder Parmesankäse. Japan war historisch sehr lange isoliert und begann erst Ende des 19. Jahrhunderts den Handel mit anderen Ländern. Die Region um die japanische Hafenstadt Kobe exportierte als erste die japanischen Rinder ins Ausland, wodurch sich international der Name Koberind festigte. 

Das Fleisch vom Wagyu Rind

Das Charakteristische am Wagyufleisch ist seine Marmorierung, die durch fein über den Muskel verteilte Fetteinlagerungen entsteht. Im Gegensatz dazu lagern heimische Rinderrassen Fett eher außerhalb des Muskels an. Das intramuskuläre Fettgewebe verstärkt als Geschmacksträger sämtliche weiteren Aromen und sorgt für ein unvergleichlich zartes Fleisch. Des Weiteren sagt man dem Wagyufett nach, dass es weniger Cholesterin und mehr “gute” Fettsäuren enthalte. Der Schmelzpukt ist ebendfalls niedriger, weshalb einem das Fleisch förmlich auf der Zunge zergeht.